Das Pflanzengift Clomazone gehört nicht in den Garten!

Herzlich willkommen auf der neuen Landwende Homepage.

Auf unserer überarbeiteten Plattform ist es nun möglich, sich direkt an der Diskussion über Herbizide und Pflanzengifte zu beteiligen.

Schauen sie in unserem Archiv nach. Die lange Geschichte (seit 2001 über 2004 bis Heute), die die dieser Skandal hat, könnte nun ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende haben. Viele Menschen interresieren sich auch für Ihre Beobachtungen.

Haben auch Sie in Ihrem Garten, an Feldrändern oder gar an sich selbst eine Vergiftung beobachtet?

Färben sich mitten im Sommer die Blätter Ihrer Pflanzen gelb?

Sind Sie Landwirt und beobachten gehäufte Krankheitsfälle Ihrer Mitarbeiter nach dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln?

Leiden Ihre Kinder unter Konzentrationsstörungen und Atemwegserkrankungen nach Einsatz von Pflanzenschutzmitteln?

Hier haben Betroffene die Möglichkeit miteinander ins Gespräch zu kommen. Geben sie einfach einen Kommentar zu einem Artikel ab und eröffnen sie die Diskussion.

Wir danken der Firma WebJazz für die Bereitstellung der Landwende Homepage.

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Zulassungsänderung bei Pflanzenschutzmitteln mit dem Wirkstoff Clomazone

BVL verschärft die Anwendungsbestimmungen

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat für Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Clomazone das Ruhen der Zulassung aufgehoben und gleichzeitig geänderte Anwendungsbestimmungen festgesetzt.

Im August 2011 hatte es Berichte über gesundheitliche Beeinträchtigungen nach der Anwendung clomazonehaltiger Pflanzenschutzmittel in Mecklenburg-Vorpommern gegeben. Außerdem waren in der Umgebung behandelter Flächen Blattaufhellungen an Pflanzen zu beobachten gewesen. Das BVL ordnete daraufhin für diese Pflanzenschutzmittel das Ruhen der Zulassung an.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) – zuständig für die gesundheitliche Bewertung von Pflanzenschutzmitteln – ist in einer Beurteilung des Vorfalls zu dem Fazit gelangt, dass ein Zusammenhang zwischen den berichteten Symptomen und der Belastung der Betroffenen durch die fraglichen Pflanzenschutzmittel als unwahrscheinlich anzusehen ist. Geruchsintensive Inhaltsstoffe dieser Mittel können zwar zu einer Belästigung führen, jedoch nicht zu einer gesundheitlichen Beeinträchtigung.

Zur Bleichung von Pflanzen in der Umgebung behandelter Flächen ist es auch schon in der Vergangenheit gekommen. Der Wirkstoff Clomazone hemmt die Bildung des Blattfarbstoffs Chlorophyll, so dass sich grüne Pflanzenteile weiß verfärben. Die Empfindlichkeit der verschiedenen Pflanzenarten für Clomazone ist dabei unterschiedlich. Einige Arten sind extrem empfindlich und zeigen vorübergehende Blattaufhellungen schon bei geringsten Wirkstoffmengen. Die Bleichwirkung bedeutet deshalb nicht unbedingt, dass diese Pflanzen bzw. deren Früchte gesundheitlich bedenkliche Wirkstoffmengen aufweisen. Bei dem Wirkstoff Clomazone kommt die Besonderheit hinzu, dass er über verhältnismäßig große Entfernungen verfrachtet werden kann, denn neben der üblichen Abdrift kommt bei warmer Witterung auch ein Transport über die Gasphase vor.

Um Bleicheffekte auf umgebenden Flächen möglichst auszuschließen, hat das BVL für clomazonehaltige Pflanzenschutzmittel nun geänderte Anwendungsbestimmungen festgesetzt. Sie zielen darauf ab, den Eintrag auf Nachbarflächen effektiver als bisher zu vermeiden. Für die Anwendung clomazonehaltiger Pflanzenschutzmittel gilt nun unter anderem:

  • Bei vorhergesagten Tageshöchsttemperaturen von mehr als 20 °C Anwendung nur zwischen 18 und 9 Uhr; bei vorhergesagten Tageshöchsttemperaturen über 25 °C keine Anwendung.
  • Nach der Anwendung vier Wochen lang Kontrollen im Umkreis von 100 m um die Anwendungsfläche auf Blattaufhellungen; sofortige Meldung solcher Beobachtungen an den amtlichen Pflanzenschutzdienst.
  • Anwendung mit Geräten der Abdriftminderungsklasse 90 %, mit mindestens 300 l Wasser pro Hektar und höchstens 7,5 km/h Fahrgeschwindigkeit.
  • 100 m Abstand zu Siedlungsgebieten, zu Flächen, die für die Allgemeinheit bestimmt sind, zu Flächen des Erwerbsgartenbaus und zu Waldrändern; zu anderen Flächen 5 m Abstand.
  • Führung eines Anwendungsplans.
  • Benachrichtigung der Anwohner vor der Anwendung.

Die meisten Pflanzenschutzmittel mit Clomazone haben eine Zulassung ausschließlich zur Anwendung in Winterraps. Eines der Mittel ist daneben auch für andere Kulturen in Ackerbau und Gemüsebau zugelassen. Da diese Kulturen auf kleineren Flächen angebaut werden, gelten dafür nur die beiden ersten Vorschriften.

Ausgabejahr
2012
Erscheinungsdatum
17.01.2012
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Giftige Weihnachtsbäume

Giftige Weihnachtsbäume
Etwa 26 Millionen Weihnachtsbäume stehen jedes Jahr festlich geschmückt in deutschen Wohnzimmern. Während vor 50 Jahren die Bäume hauptsächlich als forstliches Nebenprodukt aus der regionalen Waldwirtschaft stammten, werden heute mehr als 80 Prozent der Bäume auf eigens angelegten Weihnachtsbaum-Plantagen gezüchtet. Nebenwirkungen bleiben bei dieser Form der intensiven Bewirtschaftung nicht aus.

Alarmierend ist vor allem der hohe Einsatz von Pestiziden gegen unerwünschten Unterbewuchs. Besonders beliebt, weil besonders giftig, ist das Totalherbizid Glyphosat, bekannt unter dem NamenRoundup von Monsanto. Einmal versprüht, reichert sich das Pflanzengift in den Böden an, gelangt in das Grund- und Oberflächenwasser und gefährdet die Trinkwasserqualität.

Zeigen Sie dem giftigen Weihnachtsbaumgeschäft die rote Karte:

Unterstützen Sie unsere Kampagne zum Verbot von Roundup und anderen glyphosathaltigen Pflanzengiften.
Kaufen Sie keine Billig-Bäume sondern achten Sie auf zertifizierte Bio-Weihnachtsbäume. Naturland und Robin Wood haben Adressen von Anbietern des alternativen Grüns zusammengestellt.
Wenn keine Öko-Weihnachtsbäume in Ihrer Nähe angeboten werden, können Sie sich auch an das regionale Forstamt wenden. Fragen Sie dort nach Weihnachtsbäumen aus sogenannter Durchforstung. Dabei handelt es sich in der Regel um Fichten, die zur Auflichtung und Verjüngung der Waldbestände geschlagen werden.
Weitere Informationen über die Weihnachtsbaum-Industrie und ihre Folgen für Menschen und Umwelt haben das ZDF und der WDR recherchiert.

http://www1.wdr.de/themen/panorama/weihnachtsbaumplantagen114.html

http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/24/0,3672,8416024,00.html?dr=1
http://umweltinstitut.org/

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Grüne wollen glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel für Kleingärten verbieten

Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz/Antrag – 12.12.2011

Berlin: (hib/EIS) Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert in einem Antrag (17/7982) die Bundesregierung auf, den Herbizidwirkstoff Glyphosat hinsichtlich der Toxizität und den damit verbundenen Risiken neu zu bewerten. Die Grünen wollen, dass das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit angewiesen wird, in einer entsprechenden Untersuchung Studien zur Embryologie, Onkologie, Agrarökologie, Gewässer- und Bodenökologie einzubeziehen. Unabhängig vom Ergebnis der Neubewertung soll zudem die Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung geändert werden, um glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel im Haus- und Kleingartenbereich schnellstmöglich zu unterbinden.
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NDR berichtet über Glyphosat in Badeseen und Gewässern

Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat wird beinahe überall eingesetzt – vor allem in der Landwirtschaft. Doch an der Unbedenklichkeit gibt es erhebliche Zweifel.

Der Ndr berichtet jetzt im Fernsehen mit zwei Beiträgen

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/s-h_magazin/media/shmag12163.html

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/menschen_und_schlagzeilen/videos/menschenundschlagzeilen1133.html

Sie können sich auf  http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/menschen_und_schlagzeilen direkt an der Diskussion beteiligen.

Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat wird beinahe überall eingesetzt – vor allem in der Landwirtschaft. Doch an der Unbedenklichkeit gibt es erhebliche Zweifel.

Was ist Glyphosat?

Der Nabu veröffentlicht eine ausführliche Studie unter

http://www.nabu.de/themen/gentechnik/studien/13719.html

Greenpeace veröffentlicht zwei Studien unter

http://www.greenpeace.de/themen/gentechnik/nachrichten/artikel/glyphosat_ein_pestizid_im_fadenkreuz/

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Die Zukunft der Landwirtschaft

Die Zukunft der Landwirtschaft

Einladung Fachgespräch 26.Sep.2011 17.30 Uhr in Eberswalde:

Regenerative Ideen für zukunftsfähige Lebensräume (und Permakultur
für große Agrarflächen)

Wie können langfristige Perspektiven für das Leben in ländlichen
Regionen und speziell für die Landwirtschaft geschaffen werden? Vor
dieser Frage steht nicht nur Brandenburg. Aus der Notwendigkeit
heraus, die bestehende Praxis durch nachhaltiges und strategisches
Handeln abzulösen, ist die Bewegung der Permakultur entstanden.
Weltweit entwickeln Bewohnerinnen und Bewohner von ländlichen
Regionen Konzepte, wie die bestehenden Systeme angepasst werden
können und damit für nachkommende Generationen erhalten bleiben.
Dies geht weit über die reine Landwirtschaft hinaus und bezieht die
ökologischen, ökonomischen und sozialen Bedürfnisse vor Ort ein.

Als Experten sind eingeladen:

- Darren J. Doherty (Australien)

- Margarethe Holzer (Österreich)

- Tomas Remiarz (Großbritannien)

- Max Vittrup Jensen (Tschechien)

- Patrick Whitefield (England)

Veranstaltungsort: FH 6 – Aula, Hochschule für Nachhaltige
Entwicklung Eberswalde

Stadtcampus Friedrich-Ebert-Straße 28, direkt im Zentrum der Stadt
Eberswalde.

Mehr Info: http://NaWaRo-Fahrrad.de/cms/node/11

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Colzor Trio und Brasan weiter erlaubt

Was zu erwarten war, ist eingetroffen;

Bayer und Syngenta legen Widerspruch ein und die Mittel werden weiterhin verwendet. Anstatt Alternativen anzubieten, werden betroffenen Anwohnern und  Landwirten nur beschwichtigende Datenblätter vorgelegt und man hofft das Thema unter den Teppich kehren zu können.

 

Hier die Meldung von “Agrar heute”:

 

 

Nach dem kurzfristigen Ruhen der Zulassung der beiden Pflanzenschutzmittel dürfen diese nun weiter verwendet werden.

Nachdem Anwohner einer Ortschaft in Mecklenburg-Vorpommern über Atembeschwerden und Benommenheit klagten, wurden diese Symptome auf die Anwendung zweier Pflanzenschutzmittel der Firma Syngenta auf einem benachbarten Rapsschlag zurückgeführt.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat vergangnen Freitag das Ruhen der Zulassung von Colzor Trio und Brasan mit sofortiger Wirkung angeordnet. Der Pflanzenschutzmittelhersteller Syngenta hat daraufhin Widerspruch gegen den verordneten Anwenungsstopp der Mittel Colzor Trio und Brasan des BVL eingelegt.  Nach Angaben des Unternehmens ruht derzeit die Ruhensanordnung und die beiden Mittel dürfen weiterhin gehandelt, vertrieben und/oder angewendet werden.
Keine Erkenntnisse über Gesundheitsgefährdungen
Nach Aussagen von Syngenta liegen derzeit keine neuen Erkenntnisse über Gesundheitsgefährdungen vor. Clomazonehaltige Mittel werden seit Jahren im Rapsanbau eingesetzt. Clomazome und andere Wirkstoffe, die in Colzor Trio enthalten sind, seien laut Angaben des Unternehmens für die menschliche Gesundheit unbedenklich. Die behördliche Risikobewertung habe ergeben, dass selbst bei extrem konservativer Einschätzung sämtliche toxikologischen Grenzwerte weit unterschritten werden.
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Deutschlandfunk berichtet bundesweit über “Schwindel Atemnot und kranke Pflanzen”

UMWELT UND VERBRAUCHER
12.09.2011
Clomazonehaltige Unkrautvernichter dürfen bis auf Weiteres verkauft und angewandt werden.

Schwindel, Atemnot und kranke Pflanzen
Verlieren Clomazone-haltige Unkrautvernichter ihre Zulassung?
Von Verena Kemna

Pestizide mit dem chlorophyllhemmenden Wirkstoff Clomazone können Gesundheitsbeschwerden und Ernteausfälle bewirken. Nun soll die Zulassung des Unkrautvernichters ausgesetzt werden. Doch die Herstellerfirmen Syngenta und BASF verzögern die Entscheidung.

Unzählige Pflanzenschutzmittel enthalten Clomazone. Ein Unkrautvernichter, der verhindert, dass die Pflanzen Chlorophyll bilden können, sodass sich grüne Pflanzenteile weiß verfärben. Winterraps, Ackerbohne, Futtererbse, Möhre, Gemüsefenchel und Blumenkohl sind nur einige der Ackerfrüchte, die üblicherweise mit dem Unkrautvernichter besprüht werden. Die Gefahren für Nachbarflächen sind vielfältig. Der Wind kann Bestandteile übertragen. Bei höheren Außentemperaturen wird der Wirkstoff gasförmig und verflüchtigt sich. All das sei den Zulassungsbehörden seit Langem bekannt, erklärt Carina Weber, Geschäftsführerin vom Pestizid-Aktions Netzwerk PAN.

“Also die Zulassungsbehörde hat ja Sicherheitsstandards auferlegt, um Mensch und Umwelt zu schützen. Das heißt, die Gefahren sind nicht neu und schon im September 2001 gab es bereits dort in der Region, wo jetzt die Probleme aufgetreten sind, in Mecklenburg-Vorpommern, Gesundheitsbeschwerden und Ernteausfälle durch Pestizide mit dem Wirkstoff Clomazone.”

Das Szenario scheint sich zu wiederholen. Obwohl Mischungsverhältnis, Tagestemperatur und der Abstand zu benachbarten Kulturflächen genau geregelt sind, haben Anwohner im Landkreis Vorpommern-Greifswald unmittelbar nach der Rapsaussaat über Schwindel und Atemnot geklagt. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat daraufhin ein Ruhen der Zulassung angeordnet. Doch der Widerspruch von Firmen wie Syngenta und BASF hat aufschiebende Wirkung. Das bedeutet, die clomazonehaltigen Unkrautvernichter dürfen bis auf Weiteres verkauft und angewandt werden. Die Bundesregierung müsste die Zulassungsbehörden besser unterstützen, fordert PAN-Geschäftsführerin Carina Weber.

“Damit die Behörden sich gegen die Interessen multinationaler Konzerne auch tatsächlich durchsetzen können. Denn zu den Vertreibern clomazonehaltiger Pestizide gehören die Weltmarktführer der Pestizidindustrie.”

Wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland fordert auch das Pestizid-Aktions Netzwerk PAN ein Verbot von Clomazonen, doch Carina Weber bleibt skeptisch.

“Wir sehen hier wieder, dass dieser Versuch durch Auflagen, die Auswirkungen gefährlicher Pestizide gewissermaßen zu bändigen, dass das immer wieder nicht funktioniert.”

Hans-Gerd Nolting, beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, zuständig für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln, fühlt sich dagegen keineswegs von der Bundesregierung im Stich gelassen.

“Die Entscheidung werden wir fällen und die können wir auch ohne jegliche Einflussnahme von außen fällen.”

In den nächsten zwei Wochen werde das BVL Stellungnahmen der zuständigen Firmen, des Bundesamts für Risikobewertung sowie der Landesbehörden in Mecklenburg-Vorpommern prüfen. Nach bisherigen Erkenntnissen seien Pflanzen auf Nachbarflächen in der Vergangenheit nicht nachhaltig geschädigt worden. Hans-Gerd Nolting räumt ein, dass die Anwohner in Klein Jasedow hätten bereits vor zehn Jahren schon einmal über gesundheitliche Beschwerden geklagt haben.

“Da heißt es unter anderem, dass man sich durch die Pflanzenschutzmittel, die in der Nachbarschaft ausgebracht worden sind, unwohl fühlt, Kinder seien häufig krank. Es soll Beeinträchtigungen der Lebensqualität geben, psychische Beeinträchtigungen, Depressivität.”

Symptome, die sich durch die Toxizität der Pestizide nicht erklären ließen. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit werde die Zuordnung der Symptome eingehend prüfen und dann entscheiden. Fest steht schon jetzt, dass die Sicherheitsabstände zu Nachbarkulturen von derzeit fünf Metern erweitert werden, um Blattverfärbungen in Nachbargärten zu verhindern.

“Also hier wird es sicherlich Änderungen geben, ob das bis zu einem Widerruf der Zulassungen führt, das kann ich heute noch nicht abschätzen, aber das wird in den nächsten 14 Tagen entschieden werden.”

 

hier der Link zur Sendung auf Deutschlandfunk:

 

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NDR berichtet über Vorfall

Auf der NDR-Homepage gibt es die Möglichkeit, sich über Erfahrungen auszutauschen und Kommentare zu hinterlassen.

http://www.ndr.de/regional/mecklenburg-vorpommern/gesundheitsschaeden101.html

Atemnot nach Einsatz von Unkrautvernichter

Trecker auf dem Feld © Detlev Cordts Detailansicht des Bildes Mit Clomazone besprühte Pflanzen bleichen aus. Unkraut wie das Hirtentäschelkraut hingegen vergeht. (Symbolbild) Ein Pflanzenschutzmittel hat in einer Gemeinde in Ostvorpommern für Aufsehen gesorgt. Nachdem ein Landwirtschaftsbetrieb das Mittel auf Rapsfeldern ausgebracht hatte, klagten die Einwohner zunächst über einen üblen Gestank – später dann über Atembeschwerden.

“Clomazone nicht beherrschbar”

Das Mittel gegen Unkraut landete offenbar auch in einigen Gärten. Dort verfärbten sich die Pflanzen. Dennoch konnte der Landespflanzenschutzdienst bei einer Kontrolle kein Verschulden des Agrarbetriebes feststellen.

Bei dem Wirkstoff handelt es sich um Clomazone. Stephan Goltermann vom Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei äußerte sich dazu kritisch. Clomazone sei nicht beherrschbar. Alternativen seien zwar teuer und weniger wirksam. Dennoch rate er von einem Einsatz ab, sagte Goltermann NDR 1 Radio MV.

Wirkstoff erneut überprüfen

Von Clomazone getroffene Pflanzen bleichen aus – besonders im Bereich der wachsenden Blätter. Dafür aber reicht schon eine kleine Menge des Wirkstoffes. Das Pflanzenschutzmittel wirkt vor allem gegen Unkräuter wie Hirtentäschel- und Ackerhellerkraut. Bislang wurde das Mittel als nichtgesundheitsgefährdend eingestuft. Zwischenfälle aber gab es seit 2001 mehrere. Nun soll es eine erneute Überprüfung geben.

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Landwirtschaftsbetrieb will auf Clomazonehaltiges Mittel verzichten

Pressemeldung

Minister Backhaus regt Überprüfung von Pflanzenschutzmittel Colzor-Trio an

Nr. 244/2011 – 31.08.2011 – LU – Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz

Das Landwirtschafts- und Umweltministerium geht derzeit Beschwerden von Einwohnern im Landkreis Ostvorpommern nach, die beim Ausbringen eines im Raps eingesetzten Pflanzenschutzmittels (Colzor Trio, Wirkstoff Clomazone) in der vergangenen Woche über den Geruch und Atembeschwerden klagten. Außerdem wurden nachträglich Verfärbungen an Pflanzen in einigen Gärten festgestellt. Das Gesundheitsamt wurde informiert und auch der Landespflanzenschutzdienst einbezogen. In dem Landwirtschaftsbetrieb, der die Pflanzenschutzmaßnahme durchführte, wurde eine Kontrolle durchgeführt. Diese ergab, dass das Landwirtschaftsunternehmen  alle rechtlichen Vorgaben und die Anwendungshinweise vollständig beachtet. Ein Verschulden konnte nicht festgestellt werden. Dennoch ist ersichtlich, dass das Pflanzenschutzmittel auf angrenzende Bereiche abgedriftet war.

Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus  nimmt die verständliche  Sorge der Einwohner sehr ernst. “Es ist bereits zum widerholten Mal zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen nach der Anwendung dieses Wirkstoffs gekommen. Deshalb ist die Aussage, dass der Wirkstoff für den Menschen ungefährlich ist, wohl in Zweifel zu ziehen”, so der Minister.

Eine aktuelle Einschätzung des Gemeinsamen Giftinformationszentrums der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen  besagt, dass die gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht ursächlich mit der Anwendung Clomazone-haltiger Pflanzenschutzmittel im Zusammenhang stehen, eine Gesundheitsgefährdung nicht vorliege.

Minister Dr. Backhaus wird sich dennoch umgehend an den Bund wenden und eine erneute Überprüfung des Wirkstoffes Clomazone anregen.  Gegebenenfalls müsse man  die Zulassungs- und Anwendungsbestimmungen anpassen. “Ich werde die Bundesministerin bitten, das  Bundesinstitut für Risikobewertung zu beauftragen, eine aktuelle Bewertung des Pflanzenschutzmittels hinsichtlich möglicher Gesundheitsbeeinträchtigungen vorzunehmen”, betont der Minister.

Der Minister weist aber auch auf die derzeit schwierigen Bedingungen hin. Die Witterung beeinträchtigt nicht nur die Erntearbeiten, auch die Aussaat findet aktuell unter sehr komplizierten Verhältnissen statt. Pflanzenschutz solle die Gesundheit und Vitalität der landwirtschaftlichen Nutzpflanzen erhalten und damit der Versorgung der Menschen und der Industrie mit einheimischen Rohstoffen bzw. Nahrungsmitteln dienen.

“Ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wären die Kulturen aktuell noch stärker bedroht. Dennoch Gesundheitsbeeinträchtigungen darf es nicht geben!”

Der  Landwirtschaftsbetrieb hat inzwischen erklärt, dass ihm der Vorfall leid tut.  Er wird in Zukunft freiwillig auf den Einsatz dieses Mittels in unmittelbarer Nähe zum Dorf verzichten.

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